TSV Süderlügum von 1920 u. U.-Faustball

                                                DagDagMoinMoin

Angabe (Aufschlag)


Schlagkraft, Treffsicherheit und ein optimaler Bewegungsablauf sind notwendig, um die Angabe zur vollen Wirkung kommen zu lassen. Der Aufschläger versucht, einen direkten Punkt damit zu erzielen, oder wenigstens den Spielaufbau beim Gegner zu er-schweren. Getroffen wird der Ball meist mit der Innenfläche der Faust. Die volle Wucht erreicht der Ball jedoch, wenn man ihn mit der zur Faust geballten Handkante trifft. Das Risiko zum Fehlschlag ist dabei größer, weil die Aufschlagfläche kleiner ist als bei der Innenfläche der Faust.

Eine Variante, die nur wenige beherrschen ist der sogenannte Rundschlag.

Der gestreckte Arm beschreibt eine runde Bewegung von hinten nach vorne, Treffpunkte sind der Innen-Unterarm oder die Faust-Oberseite. Die Flugbahn des Balles ist für den Gegner kaum vorher-zusehen, und er Rundschlag erlaubt auch steil geschlagene Bälle auf die gegnerischen Angreifer. Bei der Angabe muss der Schlag-mann hinter der Angabelinie (3m-Linie) stehen. Nimmt er Anlauf, so muss die erste Bodenberührung unmittelbar nach der Ballberührung (bzw. bei einer gesprungenen Angabe die Landung) ebenfalls hinter der Linie erfolgen, sonst wird es als Fehler ge-wertet.                                                                                     

Außerdem muss der Ball bei der Angabe die Hand sichtbar ver-lassen (geworfen werden), er darf nicht aus der haltenden Hand weg geschoben werden, um beispielsweise den Gegner mit einem kurz über das Band "geworfenen" Ball zu überraschen. Dies ist ebenfalls ein Fehler.

Es gibt verschiedene Aufschlagvarianten:

  • geradlinig mit voller Wucht in die Lücke zwischen Zuspieler und Abwehrspieler,
  • mit Seitenschnitt, so dass sich der Ball zwischen Angreifer  und Abwehrspieler hineindreht,
  • stark unten angeschnitten und kurz hinter das Band gelegt,
  • als Aufsetzer vor die Beine des Gegner

um nur einige zu nennen.

Die Angabe bzw. Aufschlag ist, wie bei vielen Ballspielen, oft reine Nervensache. Ist sie zu schlecht, erleichtert sie den Spielaufbau des Gegners. Auch kann bei zu hohem Risiko leicht eine Bandberührung oder ein Ausball die Folge sein. Ein nicht Ass kann jedoch einer in Rückstand geratenen Mannschaft als Motivation dienen und führt dadurch nicht selten zu einer Wende im Spiel.